Tagebuch einer Lokbergung: Wie alles begann...

Die Idee zu einer eigenen Lokomotive kam mir während meiner kurzen Zeit als Mitarbeiter im DGEG Museum Bochum Dahlhausen im Herbst 1993. Dort wurde zu dieser Zeit die ELNA 146 betriebsfähig instandgesetzt und ich durfte bei diversen Reparaturen an Tenderkasten und Führerhaus mitarbeiten. Wie es die Arbeit so mit sich bringt, fabuliert man während dessen herum und mein Kollege Volker Böhm und ich träumten davon, wie es wäre, eine eigene Lok zu haben. Volker wiegelte immer ab, "...aber einmal eine preußische G10 aus Rumänien bergen, daß würde ihm Spaß machen..."
Die Zuweisung eines Studienplatzes in Marburg beendete dann sehr schnell meine aktive Zeit in Dahlhausen. Was blieb, war die fixe Idee eines eigenen Lokprojekts. Es sollte aber nicht irgendeine sein. Die intensive Beschäftigung mit einem Thema schaft dann oft Gelegenheiten. Im Sommer 1995 lernte ich über eine Anzeige in einer Fachzeitschrift Tino Renz kennen, der dort Fahrzeuge aus Bulgarien anbot. Es bedurfte meinerseits etwa ein ¾ Jahr Telefonterror, bis dieser mich endlich freiwillig im Mai 1996 zum ersten mal mit nach Bulgarien nahm. Was sich daraus dann entwickeln sollte, darüber wird im zweiten Teil berichtet...

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